Radstube der Gruben
Sankt Moritz und Casselsglück

Ehemalige Radstube
der Gruben Sankt Moritz
und Casselsglück (Edelleuter
Gangzug) Betriebszeit: 1690 -1729
In dem hier erhaltenen rechteckigen Schleiftrog
drehte sich von 1717 -1728 das kombinierteKunst-
und Kehrrad dieser Gruben,deren gemeinsamer Tagesschacht
(„Gesamtschacht") rund 450 m südöstlich von hier, jenseits der Wiesen
am gegenüberliegenden Waldrand lag.
Die Übertragung der Antriebskraft für die Kunstsätze (Saugpumpen)
und das Treibwerk (Fördereinrichtung) erfolgte durch ein doppeltes Feldgestänge,
das rechts und links an der Radwelle mittels zweier krummer Zapfen angebracht war.
Die Anlage wurde von Maschinendirektor RIPKING und
Zimmermeister SCHWARZKOPF nach schwedischem Vorbild
konstruiert. Das früher von einem Haus umgebene Rad hatte 8 m Durchmesser,
es wurde über ein hölzernes Gerenne aus dem Beerberger Graben mit Aufschlagwasser
versorgt. Der Gesamtschacht erreichte eine Teufe von 154 m.
Es wurden keine bauwürdigen Erze getroffen.

Weitere Information im
Bergwerksmuseum Grube Samson
Sankt Andreasberg


Text der Tafel 50