St. Andreasberger Silberhütte

Betriebszeiten: um 1550 -1620
und 1663 -1912
Standort am Zusammenfluss
von Wäschegrundbach und Sperrlutter,
wo genügend Antriebswasser für Gebläse und
Pochwerke verfügbar war. Der größte Teil des genutzten
Wassers stammt seit Anfang des 18. Jahrhunderts aus dem
Rehberger Graben bzw. dem Oderteich.
Die Hütte gehörte dem Staat ( bis 1866 Königreich Hannover)
und umfasste Mitte des 19. Jahrhunderts etwa 25 Gebäude.
Es gab 11 Wasserräder von 4,4 m Durchmesser,
Zeitweise waren hier 160 Leute beschäftigt.
Aus den Erzen der St. Andreasberger Gruben wurden insgesamt
313 t Silber, 2500 t Kupfer, 125001 Blei sowie zeitweise Arsenik produziert.
Als Energieträger dienten Holzkohlen, die von Köhlern in den umliegenden Wäldern
erzeugt wurden. Mit Rückgang der Erzföderung und Anschluss an das Eisenbahnnetz (1884)
wurden hier unter preußischer Hoheit zuletzt vorwiegend Importerze aus Mittel- und Südamerika
verarbeitet. Billiger Steinkohlenkoks ersetzte die teure Holzkohle. In diesem 1826 errichteten
Steingebäude, der sogenannten „Treibhütte", erfolgte die metallurgische Trennung von Silber und Blei.
Seit 1914 dient hier die Wasserkraft zur Erzeugung von elektrischem Strom.

Weitere Information im
Bergwerksmuseum Grube Samson
Sankt Andreasberg


Text der Tafel 64