GLASHÜTTE im WEINGLASTAL

Hier wurde am Anfang des 17. Jahrhunderts
eine der zahlreichen Südharzer Glashütten betrieben
Nach Bodenfunden wurde Hohlglas aus grünem Waldglas
und seltener solches aus blauem Kobaltglas gefertigt
Vor allem stellte man Flaschen und Trinkgefäße
her, z. B. "Römer" "holländisches" Glas und Kiepen-
gläser mit Nuppen, Glasfadenschmuck (Hüttendekor)
oder Bemalung. Die Glashütte fertigte auch Fensterscheiben
(Butzenscheiben und Mittelscheiben)
Nur Flurnamen wie Weinglastal oder Glaseberg
zeugen heute noch von dem einst blühendem Gewerbe.
Der hohe Holzverbrauch beim Betrieb der Glasöfen, die nur
mit Holz befeuert wurden, machte die Verlegung einer Hütte notwendig,
wenn die umliegenden Waldhänge abgeholzt waren.
Aus diesem Grunde finden sich in der Umgebung von Wieda
weitere Glashüttenstellen im Ullrichstal, im Frankental, im
Herrental, im Kastental, im Ziegental und an mehreren Stellen im Steinatal.


Text der Tafel 13