Wiedaer Hütte

An dieser Stelle
wurde gegen Ende des 16. Jh.
von dem aus dem Vogtlande stammenden
Massenbläser Hans Sien der damals mit 24 Fuß (6,84m)
höchste und modernste Hohe Ofen des Harzes errichtet,
der die primitiveren Rennöfen und Zerrennherde
ablöste und die Erzeugung flüssigen Roheisens
ermöglichte. Die Weiterverarbeitung des Eisens erfolgte
in der Gießerei, in 2 Frischhütten (Hammerhütten) und
zahlreichen Schmiedebetrieben, darunter auch Nagelschmieden.
Die benötigte Holzkohle wurde von zahlreichen Köhlern, die
in den umliegenden Wäldern ihre Meiler betrieben, geliefert.
Oberhalb des heutigen Parkplatzes führte der Hüttengraben von der Wieda
abgeleitete Aufschlagwasser zum Betrieb der Wasserräder herbei,
die Energie für die Gebläse des Hohen Ofens und der Pochwerke lieferten.
Im Jahre 1790 wurde der Hohe Ofen erneuert und vergrößert,
aber bereits Mitte des 19.Jh. endgültig stillgelegt.
Vom Jahre 1875 bis 1972 wurde der Betrieb dann als Eisengießerei
und Ofenfabrik (bis 1966 als AG) weiterbetrieben,
verarbeitete jedoch nur noch fremdes Roheisen.


Text der Tafel 8