Wildemanns Fundgrube (W 4)

Hier befand sich
der Schacht der auf
silberhaltigen Bleierzen bauenden
Fundgrube "Wildemanns Roß", verliehen im
Jahre l678 an dem Ort, "alwo vor Alters der also
genannt Richtschacht am Wildemänner Wege abgesunken".
Die zu diesem Richtschacht gehörige "Wildemanns Fundgrube" hatte
Herzog Heinrich der Jüngere von Braunschweig-Wolfenbüttel im Jahre 1526
in Betrieb genommen. Nach dieser Grube hat die Bergstadt
Wildemann ihren Namen erhalten.
Die ersten Silber aus den hier gewonnenen
Roherzen wurden im Jahre 1533 in der kurz zuvor
errichteten Wildemänner Schmelz- und Treibhütte ausgebracht,
welche am Nordausgang der Bergstadt lag. Der Richtschacht wurde
von den Truppen des Grafen Volra+ von Mansfeldt im Jahre 1553 anläßlich
des Überfalls auf die Bergstadt Wildemann in Brand gesteckt, bald danach jedoch
wieder aufgewältigt. In diesem Bereich des Erzganges wurde später unterhalb
des 13 Lachter-Stollens in den Gruben "Alter Deutscher Wildemann"
( 1685 - 1803 ) und "Ernst August " ( 1803 - 1867 ) Erz gewonnen.


Text der Tafel 124