Dorotheer Erzwäsche

Auf diesem
Gelände befand
sich die Dorotheer Erzwäsche.
Hier wurde die auf der Grube Dorothea
geförderten Roherze naßmechanisch aufbereitet
und Erzkonzentrat gewonnen. Der Schacht und die Erzwäsche
wurden im Jahre 1806 durch ein 600 Meter langen eisernen Schienenstrang
verbunden, der als die erste Eisenbahn auf dem europäischen Festland gilt.
Die gußeisernen Schienenteile - Hammelpfoten genannt– waren gelenkartig
miteinander verbunden und wurden auf einer Bohlenunterlage befestigt.
Auf dem 40m langen Dachboden der Erzwäsche
wurden die von Oberbergrat Albert entwickelten Drahtseile
hergestellt und im Jahre 1834 mit großem Erfolg im nahe gelegenen 480m tiefen
Schacht Caroline erstmals eingesetzt. Das „Albert-Seil“ erwies sich im gesamten Bergbau
als bahnbrechende Neuerung und ersetzte die bei der Schachtförderung verwendeten
anfälligen und teuren Hanfseile und Förderketten. Etwa 25 Jahre lang wurden hier
Drahtseile vorwiegend von Hand gefertigt.
Nach dem Abbruch der Erzwäsche wurde dieses Gelände über viele Jahre als Bergfestplatz genützt.

Modelle der Erzwäsche und der ersten Einsenbahn und originale Anschauungsstücke
hiervon befinden sich im Oberharzer Bergwerks- und Heimatverein im Stadtteil Zellerfeld.


Text der Tafel 186