Polsterberger
Hubhaus

errichtet im 18. Jahrhundert
zur Wartung der darin befindlichen Pumpen.
Im westlichen Anbau des Hauses mündet ein18m
tiefer Schacht, welcher durch eine Strecke mit dem unterhalb
des Hauses verlaufenden Dammgrabens verbunden war.
In dem Schacht war eine aus hölzernen Röhren
bestehenden Hubpumpe eingebaut, deren Kolben durch ein
Vierkantholz-Gestänge auf und nieder bewegt wurde. Die Antriebs-
kraft wurde an zwei im Polstertal aufgestellten Wasserräder gewonnen
und durch die Feldgestänge von 539m bzw. 260m Länge nach hier übertragen.
An der Nordseite des Haus-Fundaments
befand sich die Durchlassöffnung für die beiden Gestänge,
welche nach Ersatz dieser Einrichtung durch eine
elektrisch angetriebene Kreiselpumpe, zugemauert,
aber noch deutlich erkennbar sind.
Der Zweck der Anlage ist aus dem Schriftsatz der auf diesem Gelände
aufgestellten Tafeln über den Tränkegraben zu ersehen.
Dieses zugleich als Wohnung für den Wärter der Hubkunst und der Gräben
errichtete Haus dient auch als Gaststätte dem Wohle der erholungssuchenden Fremden
und der Bewohner der Oberharzes.
Seine unmittelbare Umgebung ist
die von dem oberharzer Schriftsteller und Maler Karl Reinecke
bestimmte Stätte für das alljährlich am Pfingstmontag stattfindende
Treffen des Heimatbundes Oberharz.


Text der Tafel 84